
Erklärungen zu fotografischen Fachbegriffen.
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Technisch bedingter Fehler oder Unvollkommenheit in der Bildwiedergabe. Abbildungsfehler können z. B. chromatische Aberration, sphärische Aberration, Verzeichnung, Koma und Bildfeldwölbung sein.
Verhältnis zwischen Abbildungsgröße und realer Größe eines abgebildeten Gegenstandes. Das Abbildungsverhältnis wird als Verhältnis oder als Dezimalbruch angegeben, z. B. 1:2 oder 0,5. Das Abbildungsverhältnis entspricht den Verhältnis von Bildweite (Abstand Brennpunkt - Bild) und Gegenstandsweite (Abstand Brennpunkt - Gegenstand).
Verkleinern der Öffnung der Blende. Dadurch wird zum einen die pro Zeiteinheit auf den Film fallende Lichtmenge verringert und zum anderen die Schärfentiefe vergrößert.
Hebel am Objektiv zum Prüfen der Schärfentiefe mit Arbeitsblende bei Objektiven, die mit Offenblende arbeiten. Heute befinden sich an Kamera oder Objektiv meist Abblendtasten.
Verkleinerung des wirksamen Lichteinfalls durch Gegenstände im Strahengang. Eine Abschattung kann die Folge zu kleiner Filterdurchmesser oder einer falsch dimensionierten Streulichtblende sein.
Durch Ausbelichtung erzeugtes Papierbild von einem Negativ oder Dia. Auch von elektronischen Bildern können Abzüge erzeugt werden.
Fotosystem, mit einem Negativformat, das kleiner als Kleinbild ist. Das auch als APS bezeichnete System beinhaltet die automatische Verarbeitung der Kassetten bis hin zum Index-Druck und der Bilderzeugung. Das kleine Negativ-Format bedingt wesentlich geringere Bildinformation als beim verbreiterteren Kleinbild-Format. Die Negative haben ein Maß von 16,7x30,2 mm. Je nachdem ob Panorama- oder normale Aufnahmen gemacht werden, verändert sich die wirksame Größe.
Automatische Fokussierung mittels motorgetriebener Verstellung des Objektives oder der Filmebene. Bei Fokussierung über Objektivverstellung kann der Motor im Objektiv oder der Kamera untergebracht sein.
Kamera mit automatischer Fokussierung (Scharfstellung). Die Fokussierung kann sowohl durch Verstellung des Objektivs erfolgen als auch durch die Verschiebung der Filmebene.
siehe Akkumulator
Als Akkumulator oder auch Sammler bezeichnet man Elemente, die die Fähigkeit besitzen, Energie zu sammeln und zu speichern. Ein Akkumulator ist im Gegensatz zu einer Batterie, die ihre Energie bei der Herstellung erhält, wieder aufladbar.
Widerstand von Filmen oder Bildern gegen Umwelteinflüsse. Nei der Bestimmung der Archivfestigkeit wird neben dem Einfluß von Temperaturen und chemischen Einfüssen insbesondere auch dei Beständigkeit gegen Lichteinfall berücksichtigt.
Einsatz von Blitzgeräten um bei allgemein ausreichender Beleuchtung Teile des oder das ganze Objekt zusätzlich zu erhellen. Aufhellblitze werden insbesondere zum Auhellen von Schattenpartien oder bei Gegenlichtaufnahhmen benutzt.
Zusätzliche Beleuchtung durch Einsatz von Fotolampen oder Reflexionsflächen.
Winkel, aus dem ein Objekt fotografiert wird.
Schuh am Kamerakörper, der zum Anstecken eines Blitzgerätes, eines Adapters oder eines anderen Zubehörteiles dient. Im Aufsteckschuh ist normalerweise der Mittenkontakt (X-Kontakt) für ein Blitzgerät untergebracht. Weitere Kontakte sind Kamera- oder Herstellerspezifisch.
Beseitigen von Flecken oder anderen Fehlern im Negativ oder Bild mittels Pinsel oder Korrekturstift. Bei elektronischen Bildern erfolgt das Ausflecken mittels entsprechenden Werkzeugen in der Bildbearbeitungssoftware.
siehe AF-Kamera
siehe AF
siehe CAF
Lichtdichter Verbindungsteil, der sich ausziehen und zusammenfalten läßt wie bei einer Ziehharmonika. Der Balgen wird meist zwischen Kamera und Objektiv eingesetzt und ersetzt bei Großfotmatkameras meist komplett den Kamerakörper. Balgen sind aus Leder, Gummi, Pappe oder anderem Material gefertigt.
Primärelement oder eine Gruppe aus Primärelementen zur Speicherung von Energie. Batterien sind nicht wieder aufladbar. Die einfachsten Batterien sind Zink-Kohle-Batterien. Je nachdem, aus welchen Stoffen die Batterien erzeugt wurden, haben sie unterschiedliche Eigenschaften und unterschiedlichen Spannungen. Batterien können unter Umständen durch wieder aufladbare Akkumulatoren (kurz: Akkus) ersetzt werden.
Vorgang, bei dem Licht auf eine lichtempfindliche Fläche geleitet wird. Dabei entsteht ein latentes Bild, daß durch die Entwicklung sichtbar gemacht wird.
Lichtmenge beim Belichten. Die Lichtmenge bestimmt sich aus dem Produkt der Lichtintensität und der Dauer der Lichteinwirkung. Die Steuerung der Lichtinensität erfolgt über die Blendeneinstellung. Bei Objektiven mit fester Blendenöffnung kann die Belichtung nur über die Dauer der Öffnung des Verschlusses gesteuert werden.
Automatische Steuerung der Belichtung über die Verstellung der Zeit und/oder der Blende anhand eines Meßwertes. Bei der Zeitautomatik wird dei Blende von Hand vorgewählt, was eine manuelle Steuerung der Schärfentiefe erlaubt. Bei der Blendenautomatik wird die Belichtungszeit vorgewählt, was bei bwegeten Objekten von Vorteil ist. Programmautomatiken steuern anhand einer Steuerkurve sowohl Zeit als auch Blende automatisch.
Korrektur der automatischen Belichtung. Je nach Belichtungsautomatik wirkt sich dabei die Korrektur auf die Belichtungszeit und/oder die Blende aus. Belichtungskorrekturen sind z. B. bei Aufnahmen im Schnee erforderlich, da sonst die Bilder zu dunkel werden und der Schnee nicht weiß erscheint.
Gerät zum Ermitteln der Belichtung. Belichtungsmesser können in die Kamera eingebaut oder auch gesonderte Geräte sein. Belichtungsmesser messen die Lichtintensität und geben diese oder Kombinationen aus Zeit und Blende als Wert an. Die Anzeige erfolgt Digital oder analog mittels Zeiger oder markierter Drehscheibe. Moderne Belichtungsmesser besitzen einen Meßwertspeicher den man nutzen kann um ein Mittel aus mehreren gemessenen Werten zu ermitteln.
Ermitteln der Belichtung mittels Belichtungsmesser.
Automatik die es erlaubt, mehrere Aufnahmen mit unterschiedlichen Belichtungen in einer Reihe zu erstellen. Dabei kann je nach Kamera der Wert für die Korrektur zwischen den Aufnahmen vorgegeben werden (Abstände zwischen 1/3 und einer Blende) und ggf. auch die Anzahl der in Serie zu erstellenden Bilder.
Kontinuierlicher Autofokus, der es erlaubt, während der Kamerabewegung und/oder der Bewegung des Objektes ständig eine Fokussierung zu haben. Nicht alle AF-Kameras besitzen eine CAF-Funktion.
Auf eine Spule gerollter fotografischer Film, der zusätzlich in einer Filmkassette oder -kapsel untergebracht ist. Das Bildformat der sogenannten 135er Kleinbildfilme ist 24 mm x 32 mm. Weitere Formate bei gleicher Filmbreite sind heute nicht mehr üblich.
Aufklappbare Kamera mit Balgen und Laufboden für das Objektiv. Heute sind Laufbodenkameras nur noch für das Großformat üblich (z. B. Technika IV). Das Objektiv ist auf einer Platte befestigt und über den Balgen mit dem Kamera-Rückteil verbunden. Zum Einstellen wird die Platte mit dem Objektiv in Schienen auf dem abklappbaren Laufboden bewegt. Laufbodenkameras besitzen keine oder weniger Einstellmöglichkeiten als Optische-Bank-Kameras.
Auf eine Spule gerollter fotografischer Film, der üblicherweise die Breite von 6 cm hat. Der Film ist zusammen mit einer lichtundurchlässigen Pappe aufgewickelt, die an einem Ende mit dem Film verklebt ist. Auf der Rückseite der Pappe sind für Kameras mit Sichtfenster für die Formate 6 cm x 4,5 cm, 6 cm x 9cm und eventuell weitere Formate die Bildnummern aufgedruckt. Handelsüblich sind zwei Bezeichnungen für die Läge der Filme: 120 und 220. Der 120er Film reicht normalerweise für 12 Bilder im Format 6 x 6.
Bei der Schärfedehnung nach Scheimpflug (tilten) wird die Schärfeebene verlagert, so daß sie nicht mehr parallel zur Filmebene steht. Die Filmebene wird dabei derart geschwenkt, daß sich Geraden, die durch die Objektebene, die Objekitivebene und die Bildebene (Fimebene) gezogen werden, in einem Punkt treffen. Diese Verfahren erlaubt es, Objekte ohne Vergrößerung der Schärfentiefe durch Abblenden scharf abzubilden, wenn sie sich in einer Ebene befinden, die nicht an allen Stellen gleich weit entfernt von der Kamera ist.
Siehe Zoom-Objektiv
Objektiv, das nicht nur eine feste Brennweite besitzt. Die Veränderung der Brennweite erfolgt über Drehen oder Schieben am Brennweitenring, wobei sich die Lage der Linsen im Objektiv zueinander verändert. Zoom-Objektive sind größer und schwerer als vergleichbare Objektive mit Festbrennweite. Der variable Brennweitenbereich erfordert einen Verzicht auf Abbildungsqualität oder Lichtstärke. Objektive, die einen sehr weiten Bereich an Brennweiten von Weitwinkel bis stark in den Tele-Bereich besitzen, haben normalerweise immer eine geringe Abbildungsqualität und eine geringe Lichtstärke. Diese "Super-Zooms" werden oft auch scherzhaft als "Suppenzooms" bezeichnet.
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