Contax N Digital

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Die Contax N Digital wurde 2000 auf der Photokina angekündigt, erschien aber erst im Frühjahr 2002, nachdem es offensichtlich technische Probleme kutz vor der Serienreife gab.

Contax N Digital

Inhalt

Kurzbeschreibung
kurze Beschreibung der Kamera mit einer allgemeinen Beurteilung
Spezifikation
Liste ausgewählter technischer Daten der Kamera

Kurzbeschreibung

Die Contax N Digital wurde 2000 auf der Photokina angekündigt und gehört zur neuen Generation von Contax-Autofokuskameras mit N-Bajonett. Als erste Kleinbild-Speigelreflexkamera besitzt sie einen Vollformat-Sensor in der Größe des Kleinbildformats. Neben den neuen Objektiven mit N-Bajonett kann man mittels eines Adapters auch die Mittelformat-Objektive für die Contax 645 AF nutzen. Die N1 ist eine Autofokus-Kamera, die gleichzeitig eine komplett manuelle Fokussierung erlaubt oder gar eine gemischte Nutzung (manueller Eingriff).

Abweichend von anderen modernen AF-Kameras zeigt sich die N Digital durchaus klassisch. Nutzer alter manueller Kameras vermissen keines der gewohnten beschrifteten Rädchen für die Einstellung der Belichtungszeit oder der Belichtungskorrektur. Erweitert werden die Einstellmöglichkeiten durch einen Knopf für die Umstellung des Fokus, der Belichtungskorrektur für Belichtungsreihen und einen Steuerknopf für die Auswahl des Fokussensors (Mini-Joystick).

Zusätzlich zu den im täglichen Betrieb genutzten Einstellmöglichkeiten können einige Individualfunktionen (wie z. B. die Zeit für den Selbstauslöser) über ein Menü eingestellt werden. Einmal eingestellt kann man die Individualfunktionen eigentlich vergessen, weil man alles, was man normalerweise benutzt, über normale Bedienelemente auf dem Gehäuse einstellen kann.

Was ihre technischen Daten angeht, läßt die N Digital eigentlich kaum Wünsche offen. Mit 6 Megapixeln gehört sie zum Zeitpunkt des Erscheines auf dem Markt zudem zu den höchstauflösenden digitalen Kameras im Kleinbild-Sektor. Ein kleines Manko ist das Rauschen in dunklen Bereichen bei der Einstellung auf 400 ASA. Da das Rauschen jedoch von der Software der Kamera recht geschickt verarbeitet wird, wirkt es nicht störend.

Im praktischen Umgang mit der Kamera fällt auf, daß der gemischte Betrieb zwischen manuellem Fokus und AF recht praktisch ist. Jederzeit kann man ohne etwas umzustellen wechseln, und der Fokus-Indikator im Bild leuchte auch bei manuellem Fokussieren mit auf, wenn der Fokus erreicht ist. Die zusätzliche Anzeige unterhalb des Bildes wird kaum noch benötigt. Die Bedienelemente der Kamera sind gut zu erreichen und teilweise durch entsprechende Anzeigen im Sucher auch mit dem Auge am Sucher zu bedienen. Durch ihr relativ hohes Gewicht kann die Kamera auch mit einem schweren langen Zoom-Objektiv wie dem 70-300er gut und sicher gehalten werden. Für Menschen mit kleinen Händen bereitet der Umgang wenig Schwierigkeiten. Das nach unten gegenüber der N1 verlängerte Kameragehäuse läßt sie allerdings etwas weniger sicher in der Hand liegen als die analoge Schwester.

Spezifikation

Kameratyp
Digitale Kleinbild-Spiegelreflexkamera mit Autofokus und manueller Entfernungseinstellung.
Sensor
35mm-Vollformat-CCD-Sensor mit quadratischen Pixeln
Effektive Pixelzahl
6,29 Megapixel
Bildgröße
6,04 Megapixel (3008 x 2008)
Bildformate
JPEG (Kompression 1/4, 1/8, 1/16), RGB-TIFF, Raw 12 bit (mit beigelieferter Software zu bearbeiten)
Speichermedien
CompactFlash (Typ I und II), Microdrive (510 MB und 1 GB)
Weißabgleich
Automatisch, manuell oder per Voreinstellung für bestimmte Beleuchtung
Bildkorrektur
Kontrast und Schärfe
LCD-Monitor
2-Zoll-TFT-Farb-LC-Display
Bildwiedergabe
Vollbild, 9-fach-Index, Digital-Zoom, Histogramm, Helligkeitsanzeige
Objektivanschluß
Contax N-Bajonett
Verschluß
Vertikal verlaufender Lammellenverschluß
Verschlußzeiten
Zeitautomatik und Programmautomatik 1/8000 s bis 32 s, Blendenautomatik und manuell 1/8000 s bis 32 s, Langzeitbelichtung (B)
Selbstauslöser
Über Menü vorwählbar mit 2 s oder 10 s
Aufnahmeempfindlichkeiten
ISO 25-400 in 1/3-Stufen
Belichtungsmessung
TTL-Matrixmessuung, mittenbetonte Integralmessung, Spotmessung
Bereich der Belichtungsmessung
0 - 21 EV, bei Spotmessung 3-21 EV
Belichtungssteuerung
manuell, Blendenautomatik, Zeitautomatik, Programmautomatik, TTL-Blitzautomatik,
Belichtungskorrektur
Manuelle Belichtungskorrektur über Drehrad -2 Blenden bis +2 Blenden in Schritten von 1/3 oder 1/2 Blende
Sucher
Pentaprismensucher mit verlängerter Austrittspupille. 95 % des Bildes sichtbar, Vergrößerung 0,73
Sucheranzeigen
5 AF-Rahmen, Belichtungs-ABC/Fokus-ABC, Bildzähler, Selbstauslöser, Zähler für Mehrfachbelichtungen, B-Zeit, Filmladeanzeige, Meßartensymbole, analoge Belichtungsskala, Blitzsignal, Fokus-Indikator, Blende, Verschlußzeit, Fehlbelichtungssignal, Belichtungskorrektur, Symbol für manuelle Belichtung
Einstellscheiben
Mattscheibe (FX-2), Austauschbar gegen Mattscheibe mit Schnittbildindikator und Mikroprismenring (FX-1) oder Gittermattscheibe
Autofokus
5-Punktmessung oder ausgewählter Sensor, AF-Hilflicht, Automatische Fokuskorrektur (Fokus-ABC) in drei Stufen auch bei manuellem Fokussieren.
Externe LCD-Anzeige
Informationen wie im Sucher, außer Belichtung, Meßarten und Fokus-Indikator, Filmempfindlichkeit, gewählte AF-Felder, Batteriestatus, Symbole für Mehrfachbelichtung, Selbstauslöser-Vorlaufzeit, DX, beleuchtbar
Blitz
kein eingebauter Blitz, Blitzschuh mit X- und Contax-TLA-Kontakten
Blitzsynchronisationszeiten
1/200 s (X) und länger
TTL-Blitzkontrolle
Automatische Umschaltung bei Blitzbereitschaft, Messung auf Filmebene, Synchronistation auf zweiten Verschlußvorhang
Spiegelvorauslösung
bei aktiviertem Selbstauslöser, erfordert Voreinstellung Selbstauslöser auf 2 s
Dioptrienausgleich
Einstellbar von +1 bis -3 Dioptrien, erweiterbar mit zusätzlich erhältlichen Korrekturlinsen
Stromversorgung
4 x NiMH-Akkus AA, externer Stromanschluß
Gewicht
1000 g ohne Batterie

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